Mittwoch, 30. September 2009

Bye, bye Thailand!

Bin wieder daheim angekommen, Rückflug und -fahrt war ok. Hatte mir gedacht, dass 2 Stunden von der Uni zum Flughafen eigentlich reichen müssten, war jedoch extrem knapp geworden. Wer keinen Wert auf diesen Nervenkitzel legt, sollte noch mehr Zeit für die Taxifahrt einplanen. Die Staus auf den Highways sind unglaublich.
Wir feierten am Donnerstag Abend Abschied für 3 von uns mit einer kleiner Zeremonie. Der übrig gebliebenen Kuchen vom Morgen, den ich auf die Arbeit mitgebracht hatte kam uns da gerade recht. Am späten Abend bin ich dann zum letzten mal mit den Anderen in die City gefahren um das Nachtleben zu genießen.


Am Freitag war großer Abschiedstag. Ich war das letzte Mal auf der Arbeit um jedem Tschüss zu sagen, hatte ein letztes Mittagessen mit Tongdee und nutzte die restliche Zeit um meine Sachen zu packen. Buddha sei Dank hatte ich kein Übergepäck.
Bei meiner Abreise hatte es geregnet als käme die Sinnflut, genau wie zu meiner Ankunft in Bangkok. Ein angemessener Abschluss für eine schöne und interssante Zeit.

Bye, bye Thailand.

Mittwoch, 23. September 2009

Internship Abschluss bei EGAT

Mitte der letzten Woche meines Internship hatte ich meine Abschlusspraesentation auf der Arbeit. Ich wurde gebten ein technisches Thema ueber grid codes und Netzstabilisierungsverfahren, sowie eine Zusammenfassung meiner Tatigkeiten und Eindruecke bei EGAT zu referieren. Die letzten Wochen hatte ich mich neben der Vorbereitung der Folien und meines Praktikumsberichtes hauptsaechlich damit beschaeftigt.
Im Grunde kann ich behaupten, dass mein Praktikum bei EGAT eines der besten IAESTE Internships zu meiner Zeit in Thailand im Vergleich zu den anderen Studenten gewesen ist. Ich wurde in meinem Department in verschiedene Projekte miteingebunden, hatte die Moeglichkeit Konferenzen und Meetings beizuwohnen, konnte viele technische Sachverhalte studieren und sah eine Menge Dinge neben der alltaeglichen Bueroarbeit. Ich kann daher mit gutem Gewissen ein Praktikum in dieser Abteilung nur empfehlen. Die 3 Monate in Thailand sind wie im Flug vergangen.


Am Freitag Abend ist mein Flug zurueck nach Deutschland. Hab den Tag noch um meine letzten Erledigungen zu machen und allen Good Bye zu sagen. Am spaeten Nachmittag gehts es dann auf in Richtung Flughafen, hoffentlich ist der Verkehr nicht zu wild. Wenn ich wieder in Deutschland bin werd ich noch was zu meinem Flug und meiner Abschiedsparty vom Donnerstag Abend schreiben und damit ist dann mein Abenteuer Thailand 2009 fuer mich beendet.

Muay Thai - Thaiboxing

Was waehrend meines Aufenthaltes in Thailand natuerlich nicht fehlen darf is der Besuch einer traditionellen Thai Boxing Veranstaltung.
Da es fuer Auslaender in den beiden groessten Stadien nicht gerade billig ist und wir ja nicht auf den Kopf gefallen sind, haben wir nach ein wenig Recherche einen Ort gefunden wo wir Sonntags umsonst Wettkaempfe anschauen konnten. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war dies einer der Beste Orte in Bangkok ueberhaupt um echtes Thaiboxing erleben zu koennnen.



Was das Channel 7 Stadium an Groesse nicht hergeben kann, macht es mit seiner unglaublichen Stimmung wieder weg. Es war einer der wenigen Momente fuer mich in Thailand, wo es mir vorkam, als ob ich mich in einem Film befaende. Enge, duestere, ueberfuellte Location, zwielichtige Gestalten, nahezu keine Auslaender, Geschreie, Wetten auf den Raengen und hitzige Kaempfe. All das machte diesen Sonntag Mittag zu einem wirklich spektakulaeren Event.


Einer der 6 Kaempfe war echt unglaublich. Nach 2 Schlaegen war alles vorbei. Der Rote schlug den Blauen gleich zu Beginn derart nieder, dass dieser in einem Bogen durch den Ring flog. Er stand jedoch gleich wieder auf und ging sofort auf den den Anderen los. Der zweite Schlag in diesem Kampf traf den Kopf des Roten und es war vorbei. Der war nicht mal mehr in der Lage alleine aufzustehen...wahnsinn.

Montag, 21. September 2009

Banyan Tree Tower Skybar in Bangkok

Letzten Freitag hatten wir beschlossen unsere neuen massgeschneiderten Anzuege mal auszutragen. Was kaeme da eher in Frage als eine richtig schoen teure Bar im Herzen von Bangkok :)


Die Skybar auf dem Dach des Banyan Tree Tower bietet einem eine der besten Aussichten auf Bangkok bei Nacht. Nach einem Bier sind wir dann wieder auf gewohnte Hoehen zurueck und stuerzten uns ins Nachtleben.


Im Gegensatz zu den europaeischen Laeden treten hier oftmals Livebands auf, die den typischen Thai Poprock spielen. Thaimusik wird hier deutlich mehr gehoert als internationales, wobei sich ueber Geschmack ja bekanntlich streiten laesst.

Thaifood

Thailaendisches Essen ist sehr vielfaeltig und meistens richtig gut, mit deutlichen Einfluessen aus anderen asiatischen Laendern wie Indien und China.
Die klassische Art und Weise mit Thais zu essen ist fuer einen Tisch moeglichst viele, unterschiedliche Gerichte zu bestellen, einen Teller Reis zu bekommen und sich dann von ueberall zu bedienen. In der Regel wird in einer Gruppe ausschliesslich so gegessen. Dabei lieben es die Thais an einem Platz in der Naehe eines Flusses oder Sees zu sitzen, so nah am Wasser wie moeglich. Die Gerichte sind dominiert von sogenanntem Seafood wie Fisch, Shrimp, Tintenfisch, Muscheln, Qualle,...weiss der Geier was noch so alles. Ausserdem wird viel Fleisch von Schwein, Huhn und Rind gegessen. Es gibt nahezu kein Gericht, dass irgendwie ohne Fleisch auskommt.


Neben Reis gibt es noch einige verschiedene Sorten von Nudeln die als Suppe oder trocken serviert werden. Salate findet man nicht so viele, ausser dem Papaya Salad, ist mehr oder weniger ein Nationalgericht. Gemuese kommt allerdings in den meisten warmen Speisen vor.
Wenn man nicht an scharfes Essen gewoehnt ist, sollte man versuchen das so schnell wie es geht zu tun. Thais essen fast alles schaft. Kaum ein Gericht an dem nicht tonnenweise Chilipulver dran ist. Da ich oft mit Thais essen war, blieb mir nichts anderes uebrig als mich daran zu gewoehnen. Nach ein paar Wochen kann man allerdings schon ganz gut mit den Ihnen mithalten.


Zu kaufen bekommt man Essen fast ueberall. An der Strasse wird an Staenden oder in kleinen Restaurants gekocht, nahezu ueberall wo Platz fuer einen Topf und ne Gasflasche ist. Wir waren abends meistens an der Uni essen gewesen, da gab es wegen den vielen Studenten genuegend Plaetze mit entsprechender Auswahlt. Man sollte allerdings schon das ein oder andere Wort in Thai sprechen koennen, ansonsten faellt das Bestellen recht schwer. Mit Englisch kommt man dort nicht sehr weit.
Natürlich darf ich unser Lieblingslokal an dieser Stelle nicht vergessen. Was wäre IAESTE Thailand ohne diesen Mann und sein Restaurant.

EGAT-Trip in den Nord-Osten Thailands

Mein Department hat fuer mich und einige andere Mitarbeiter einen 6-Tage Ausflug mit diversen Besichtigungen von Kraftwerken und kulturellen Orten organisiert. Aehnlich wie schon ein paar Wochen zuvor bin ich mit hauptsaechlich den juengeren Leuten aus der Abteilung mit einem kleinen Bus am EGAT Gebaeude abgeholt worden, der uns an die verschiedenen Orte gebracht hat. Jeden Tag waren wir so woanders gewesen.
Die erste Station war ein Pumpkraftwerk und 2 Windturbinen. Windkraftanlagen sind in Thailand noch recht selten, daher war das auch fuer die Anderen um einiges aufregender als fuer mich. Waren natuerlich auch in dem lokalen Control Center der Anlagen gewesen. Den Pimai Nationalpark hatten wir im Anschluss besichtigt.


Am naechsten Tag kamen wir nach dem Phanom Rang Historical Park am Sirinthon Dam an, einem Staudamm von EGAT. Diese Anlagen werde in Thailand grundsaetzlich immer in Verbindung mit einem kleinen Dorf gebaut. Wer die Siedlung der Dharma Initiative in der Serie LOST kennt, kann sich ungefaehr vorstellen wie es dort aussieht. Diese Doerfer sind ein wenig unheimlich...wie kleine perfekte Welten mitten in Thailand. Jeder Staudamm hat sogar einen eigenen Golfplatz, viele EGAT Arbeiter spielen daher auch recht gut Golf ;)


Neben dem Damm wird gerade ein neues Solarkraftwerk gebaut. Wir trafen dort ein paar thailaendische Studenten und eine Dozentin, die ein Kollege von uns kannte.


Die naechsten beiden Tage verbrachten wir in der Naehe der Grenze zu Laos. Dort gibt es einige sehenswerte Orte und Staedte, die wir besucht hatten. Im Anschluss sind wir zu dem Ubolrat Damm gefahren. Fuer 2 der IAESTE Studenten war dort der Arbeitsplatz zur Zeit meines Internships gewesen. Einen von Ihnen konnte ich waehrend des Ausfluges dort antreffen und wir sind dann gemeinsam am naechsten Tag durch die Kraftwerkseinrichtungen gelaufen. Auf dem Bild kann man die Welle des neu gebauten Turbinenblocks sehen, der die Turbine mit dem Generator verbindet.


Ausserdem hatte ich die Moeglichkeit eines der grossen Combined Cycle Power Plants zu besichtigen. Dieser Kraftwerkstyp ist das eigentliche Arbeitstier Thailands und deckt den groessten Teil des innlaendischen Energiebedarfs ab. Es war schon sehr beeindruckend durch diese monstroesen Anlagen zu laufen. Man kann richtig die Kraft und Energie fuehlen die hinter den Stahlwaenden zirkuliert.


Die letzten beiden Tage verbrachten wir an einem weiteren Damm und mit der Fahrt zurueck zu EGAT. So ging eine weitere, sehr anstrengende, jedoch extrem interessante Woche vorbei.

Mein kleiner Pad Thai Kochkurs

Ich hatte irgendwann bei meinem Supervisor mal angemerkt, dass ich gerne lernen wuerde wie ein Pad Thai gekocht wird. Natuerlich hat er gleich darauf fuer mich jemand organisiert, der uns das zeigen konnte. Die Frau hat einen Strassenstand und macht das jeden Tag, Profi also. Hatte einen der Studenten mitgebracht, der vom Vorkochen ein Video gemacht hat. Danach durften wir selbst ran und ausprobieren.
Das Kochen an sich geht recht schnell. Die Schwierigkeit das daheim nachzumachen liegt in dem Beschaffen der Zutaten. Einiges wird zum Beispiel aus frischen Fruechten und asiatischem Gemuese zubereitet, was so bei uns wahrscheinlich nicht so einfach zu bekommen ist.

Donnerstag, 17. September 2009

IAESTE Thailand 2009

Mal was anderes...hat einer der Thais von IAESTE fuer uns gemacht. Auf dem Bild sind nahezu alle Austauschstudenten zu sehen, die in der Zeit meines Praktikums in Thailand waren. Vielen Dank an den Erschaffer dieses Denkmals.

Full-Moon-Party auf Koh Phangan

Lange nichts mehr von mir hoeren lassen, war sehr beschaeftigt gewesen in den letzten paar Wochen. Muss aber auf jeden Fall erzaehlen, was da so abging.
Anfang des Monats war es dann soweit...Full-Moon-Party Deluxe auf Kho Panghan. Eine der wohl bekanntesten und groessten Strandpartys in Sued-Asien. Schon bei der Hinfahrt wurde klar, dass da werden wohl nicht viele Thais zu finden sein werden. Im Vorfeld wurde mir auch schon erzaehlt, dass die Party eigentlich nur fuer Auslaender veranstaltet wird. Kein Ort fuer Thais.
Donnerstag Abend ging es los, erst mit dem Bus und anschliessend mit dem Schiff. Hatte gute 11 Stunden gedauert, bis wir die Insel erreicht hatten. Ich und 2 Andere der hatten es uns es dann natuerlich nicht nehmen lassen ein paar Motorbikes zu nehmen. Bald schon sollte es sich zeigen, dass dies nicht die beste Idee war.


Wir hatten das wohl auf der ganzen Insel am unguenstigst gelegene Hotel ueberhaupt. Um dort hinzugelangen fuhren wir mehr oder weniger Motorcross ohne Motorcrossbikes :) So wilde Wege hab ich noch nie gesehen. Enorme Steigungen und verdammt tiefe Spurrillen machten das Fahren ausserst gefaehrlich. Mein Bike war am aeussersten Limit gewesen. Ich hab an diesem Wochenende mein Motorrad-Skill-Level mindestens verdoppelt, glaube ich.
Am Hotel einmal angekommen war es dann sehr schoen. Nur wenig Touris, schoener Strand und nettes Personal machten den Aufenthalt dort richtig angenehm. Freitag Abend war es dann soweit. Full-Moon-Party. Ich glaub ich muss nicht viel erzaehlen dazu, schaut euch die Bilder an. Paar Tausend Menschen, Strandbar an Strandbar und viel Musik.



Mittwoch, 2. September 2009

Das taegliche Stop-and-Go

Bangkoks Infrastruktur ist im Vergleich zu Staedten in Europa eine einzige Katastrophe. Es ist schon fast ein Wunder wenn man Taxi oder Bus faehrt und nicht in einen der unzaehligen Staus landet, die sich hier jeden Tag auf den Strassen bilden. Der Personenverkehr spielt sich hier fast ausschließlich auf den Strassen ab. Busse und Taxis bringen einen gegen das notwendige Kleingeld an jeden Ort an den man moechte, solang man ihn aussprechen kann oder die betreffende Linie kennt. Sowas wie Busplaene und Abfahrtszeiten gibt es hier nicht. Man muss wissen welche Linie wo hin faehrt und dann einfach warten bis ein Bus kommt :) Die Taxis haben alle moegliche Farben ueber Gelb, Pink und Gruen und sind zu allen Zeiten in ganz Bangkok zu finden. Bei den Bussen gibt es verschiedene Typen, die jeweils auch unterschiedliche Preise haben.


Ausserdem gibt es eine Metro- und zwei Skytrainlinien. Sie sind wirklich komfortabel und schnell, befinden sich allerdings nicht wirklich im Zentrum und decken auch nur einen geringen Teil von Bangkok ab, so dass man letztendlich doch immer auf ein Taxi angewiesen ist. In einer Gruppe ist das ok, da man die Kosten teilen kann und letztedlich nur selten mehr als zwei Euro bezahlen muss. Um jedoch mal eben alleine in die Innenstadt zu fahren isses dann doch ein wenig kostspielig mit der Zeit, da die Uni doch recht weit ab vom Zentrum Bangkoks ist. Auch Schiffe gibt es hier, die allerdings nur Sinn machen, wenn das Ziel auch in der Naehe des Flusses liegt.
Letztendlich kommt man doch immer irgendwie von A nach B wenn auch manchmal etwas zu spaet. Die Thais wissen das jedoch und nehmen es mit der Puenktlichkeit daher auch nicht so ernst.